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Schlüsselbegriff: reideburg

 
 

Veranstaltung: Freiheit im Internet?

Freitag, Januar 6th, 2012

am 11.01.2012

Das Leben vieler Menschen spielt sich in immer größerem Maße im Internet ab, eine digitale Bürgergesellschaft entwickelt sich. Informationen erreichen Millionen Nutzer in einer Geschwindigkeit, die herkömmliche Zeitungen blass aussehen lässt.
Die jüngere Entwicklung ist dadurch gekennzeichnet, dass Staaten die Kontrolle über das Internet einfordern. Lassen sich klassische Vorstellungen staatlicher Steuerung auf die digitale Welt übertragen oder scheitern sie hier?
Stehen Kontrolle und Regulation nicht im Gegensatz zur Idee des Internets?

Programm und Anmeldung

„Eigentlich hätten wir euch Deutschen das nicht zugetraut…“

Freitag, September 17th, 2010

Mit einem Festakt der Stiftung für die Freiheit und der Erhard-Hübener-Stiftung haben am 12. September 2010 Politiker und Zeitzeugen an 20 Jahre Deutsche Einheit erinnert – allen voran Hans-Dietrich Genscher, der den Festvortrag hielt.

Im bis auf den letzten Platz gefüllten Stadthaus zu Halle setzte Genscher einen für einige Besucher überraschenden Schwerpunkt: Der frühere Bundesaußenminister streifte die Geschichte des Mauerfalls nur und befasste sich auch nur am Rande mit dem Einigungsprozess. Genschers Schwerpunkt war die europäische Dimension des Geschehens der Jahre 1989/90 und die Lehren, die daraus für heute zu ziehen sind.

Das rundete eine Veranstaltung hervorragend ab, in der schon in den Grußworten verschiedene Aspekte des Einigungsprozesses angesprochen worden waren. So hatte Rolf Berndt, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit, auf die politischen Meilensteine hingewiesen, ohne die die Vollendung der Einheit Deutschlands wohl nicht möglich gewesen wären: die Arbeit von Walter Scheel, einem der Väter der Entspannungspolitik; der Moskauer Vertrag von 1970 samt des Briefes zur deutschen Einheit, in dem festgestellt wird, dass der Vertrag nicht im Widerspruch zu dem Ziel der Bundesrepublik steht, auf einen Frieden in Europa hinzuwirken, in dem das deutsche Volk in freier Selbstbestimmung seine Einheit wiedererlangt; der Helsinki-Prozess; die Solidarność-Bewegung und Gorbatschows Perestroika.

„Noch heute fühlen sich viele der Freiheit nicht gewachsen“

Cornelia Pieper, Staatsministerin im Auswärtigen Amt, erinnerte an den Einsatz der Bürger, die eine friedliche Revolution auf deutschem Boden zuwege brachten, aber auch an den Mut jener Politiker, die ohne Zögern, mutig und zielstrebig die Einheit umsetzten – Politiker wie Hans-Dietrich Genscher.

Der Ministerpräsident des Landes Sachsen-Anhalt, Wolfgang Böhmer, legte einen Schwerpunkt auf den nunmehr seit zwanzig Jahren andauernden Einigungsprozess. Kritik an einzelnen Punkten sei dabei durchaus berechtigt, insgesamt jedoch gehe es hier um eine Erfolgsgeschichte – was man allerdings immer wieder verdeutlichen müsse: Nicht jeder habe bis heute verstanden, dass Freiheit auch Selbstverantwortung bedeute und Risiko. „Noch heute fühlen sich viele der Freiheit nicht gewachsen“, sagte Böhmer und forderte dazu auf, gerade Jüngeren die jüngere Geschichte nahezubringen, denen die Dimensionen der Wiedervereinigung oft nicht bewusst seien. Böhmer zitierte Margaret Thatcher, seinerzeit Premierministerin von Großbritannien und Nordirland, mit den Worten, die Umwandlung einer Plan- in eine Marktwirtschaft sei in etwa mit dem Unterfangen zu vergleichen, ein Omelett in rohe Eier zurückzuverwandeln.

„Eigentlich hätten wir euch Deutschen das nicht zugetraut“

Auch Hans-Dietrich Genscher warnte davor, die Leistungen der Deutschen im Einigungsprozess kleinzureden. „Es gibt keine Lasten der Einheit“, sagte Genscher, „sondern nur die Lasten von 40 Jahren sozialistischer Politik.“ Die Deutschen im Westen hätten mir ihrer Aufbauleistung das Vertrauen der Nachbarn nach dem Krieg wieder gewonnen, die Deutschen im Osten hätten es mit ihrer friedlichen Revolution 1989 gestärkt. Diese, nach 1848, 1918 und 1953 erste friedliche und erfolgreiche Revolution habe Eindruck gemacht. Sein damaliger Amtskollege aus Frankreich habe ihm am Rande einer Sitzung zugesteckt, was die Außenminister Europas dachten: „Eigentlich hätten wir euch Deutschen das nicht zugetraut.“
Gemeinsam mit den Siegermächten des Zweiten Weltkriegs habe man den Weg zur Einheit frei gemacht und gegen Einheitsskeptiker im eigenen Land, vor allem im Westen, die den Ruf „Wir sind das Volk“ gerne mit der Parole „Wir auch!“ beantwortet hätten. Und es sei gerade die gemeinsame Verantwortung der Vier Mächte für das besiegte Deutschland gewesen, die für die Einheit des Landes stand. Mit ihnen habe man „in kurzer Zeit einen langen Weg zurückgelegt.“ Gerade heute, in einer immer enger zusammenrückenden Welt, gelte es zu verdeutlichen, welche Bedeutung die europäische Einigung als Vorbild habe für eine Weltordnung, die überall als gerecht empfunden wird.
Genscher erinnerte an den Beginn des europäischen Einigungsprozesses mit drei kleinen und drei großen Ländern, bei dem nicht mehr das Recht des Stärkeren galt – ein historisches Novum. Eine gerechte Weltordnung, „darüber müssen wir nachdenken, damit müssen wir anfangen“, sagte Genscher.

Der steinige Weg zur Deutschen Einheit

Nach der feierlichen Veranstaltung eröffnete Hans-Dietrich Genscher in seinem Geburtshaus der Begegnungsstätte Deutsche Einheit in Halle-Reideburg, die Foto-Ausstellung “Der steinige Weg zur Deutschen Einheit“. Helmut R. Schulze, ein Fotograf aus Heidelberg, gehört zu den namhaften Fotojournalisten in Deutschland. Seit Anfang der siebziger Jahre hat er nahezu sämtliche große Persönlichkeiten der Zeitgeschichte fotografiert. Er begleitete über viele Jahre den ägyptischen Präsidenten Sadat, die Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker und Roman Herzog, Bundeskanzler Helmut Kohl sowie den ehemaligen Außenminister Hans-Dietrich Genscher auf allen wichtigen Reisen im In- und Ausland. Mit der Ausstellung „Der steinige Weg zur Deutschen Einheit“ bringt er dem Betrachter die tiefgreifenden Veränderungen wieder sehr nah. Es liegt nahe, dass man in dieser Ausstellung anhand der Fotografien unterwegs mit diesen Persönlichkeiten ist, welche den Weg zur deutschen Einheit maßgeblich mitbestimmt haben.

weitere Bilder

Tag der Öffentlichkeit – Einladung

Donnerstag, April 16th, 2009

Das Geburtshaus Hans-Dietrich Genschers Bundesaußenminister a.D., Wegbereiter und Gestalter der Deutschen Wiedervereinigung und des Europäischen Einigungsprozesses ist vor dem Abriss gerettet und wird saniert. Mit Unterstützung vieler Freunde und Sponsoren aus Wirtschaft, Kultur und Politik hat die Erhard-Hübener-Stiftung e.V. den jetzigen Bauzustand erreichen können. Wir freuen uns aus diesem Grunde zu einem Tag der Öffentlichkeit zur Bildungs- und Begegnungsstätte Deutsche Einheit einladen zu dürfen.

Sonnabend dem 25. April 2009, 12 Uhr
Bildungs- und Begegnungsstätte Deutsche Einheit
06116 Halle-Reideburg, Zugang über Schönnewitzer Straße

Wir würden uns freuen, wenn Sie dieser Einladung entsprechen könnten. Neben dem erfreulichen Anlass des Baufortschritts möchten wir sie gern in Anwesenheit Hans-Dietrich Genschers über die weitere Gestaltung und den Bauabschluß informieren, sowie die zukünftige Nutzung vorstellen.

Detlef Bischoff, Vorsitzender Kuratorium
Cornelia Pieper, MdB, Initiatorin
Wolfgang Böhm, Vorsitzender Vorstand

Sanierung des Geburtshauses von Hans-Dietrich Genscher hat begonnen

Donnerstag, Juli 24th, 2008

Inzwischen für alle sichtbar, die Sanierung des Geburtshauses hat begonnen. Dank der vielseitigen Hilfe und Unterstützung von Sponsoren und dem Vorstand der Erhard-Hübener-Stifung e.V. (EHS) können wir heute sagen: „Es kann beginnen“. Cornelia Pieper, stellv. Vorsitzende der Erhard-Hübener-Stiftung e.V., gab heute gemeinsam mit dem Vorsitzenden der EHS, Herrn Wolfgang Böhm, das Startsignal für die Sanierung des Geburtshauses Hans-Dietrich Genscher in Halle-Reideburg.

„Dank der Unterstützung von Sponsoren ist es uns nun möglich mit der Sanierung des Hauses zu beginnen. Ziel ist es eine Bildungs- und Begegnungsstätte der Deutschen und Europäischen Einheit zu schaffen. Die deutsche Wiedervereinigung hat weit über die nationalen Grenzen hinweg die internationale Geschichtsschreibung geprägt und den europäische Wachstums- und Reife-Prozess entscheidend vorangebracht. Insbesondere junge Menschen sollten in diesem Prozess aktiv beteiligt werden. Die Kentnisse unserer Jugend über die DDR und die Ereignisse von 1989/90 sind leider sehr gering.“, so Pieper am heutigen Tag.

Der Vorsitzende Wolfgang Böhm wies darauf hin, dass die Erhaltung und Sanierung des Geburtshauses Hans-Dietrich Genschers zu einer Bildungs- und Begegnungsstätte, ist für die Erhard-Hübener-Stiftung e.V. eine ehren- und anspruchsvolle Aufgabe für die nächsten Jahre. Sie verbindet die Erinnerung an das Wirken des ersten Ministerpräsidenten Sachsen-Anhalts, die Bemühungen und Aktivitäten Erhard Hübeners für die Wirtschaftsregion Mitteldeutschlands mit der Würdigung und Erinnerung der Verdienste Hans-Dietrich Genschers für die deutsche und europäische Wiedervereinigung.

Spendenkonto „Geburtshaus Genscher“
Deutsche Bank Magdeburg
BLZ 810 700 00 – Kto 139 88 66 01

Festival „Theater der Welt“ auch am Geburtshaus Hans-Dietrich Genscher’s

Mittwoch, Juni 18th, 2008

Am Freitag (19. Juni) beginnt in Halle das internationale Festival „Theater der Welt“, am Donnerstagabend wird es mit einem „Vorspiel“ in der Innenstadt eingetrommelt. Von poetisch bis politisch reicht das Programm.

Die äußeren Koordinaten sind längst festgeschrieben und in der von Kurator Torsten Maß aufgestellten Gleichung „18 Tage, 18 Spielorte, 18 Länder“ griffig zusammengefasst. Was aber erwartet das Publikum beim Festival „Theater der Welt“ ab morgen in Halle inhaltlich? Das beim Dichter Friedrich Hölderlin entlehnte Motto „Komm! Ins Offene“ gibt einen deutlichen Fingerzeig. Selten zuvor wagte ein Gipfeltreffen des internationalen Theaters hierzulande derart demonstrativ den Aufbruch von der klassischen Bühne.

Die „Stadtverführungen“ des halleschen Autors Wilhelm Bartsch und seines Regie-Partners Jos Houben setzen das Ensemble der Kulturinsel buchstäblich auf die Straße – zum Zweck historisch-fiktiver Erkundungen in der Geschichte der Gastgeberstadt. Jos Houben ist Experte für ungewöhnliche Spielformen und Genres. Für seine 7 Stadt(ver)führungen hat der Dichter Wilhelm Bartsch tausendundeine Geschichten aus Halle gesammelt: Das Stelldichein der Großen, die die 1200-jährige Stadt durchstreift und Spuren auf diesem Pulverfass hinterlassen haben. Denn das einst reiche Halle war nicht nur Zentrum der Begehrlichkeiten, des „weißen Goldes“ und der Schlachtfelder, es ruht tatsächlich auf einem Vulkan. Schauspieler der Stadt spielen „Szenen der Stadt“.

Die Stadt(ver)führung findet mit 7 Trabis statt. Innerhalb der “Trabi-Tour” wird mit 7 Trabis eine kleine Strecke durch die Stadt gefahren. Start ist jeweils um 14:00 Uhr von der Neuen Residenz (Domstrasse) aus, dann ein erster kleiner Halt mit kurzer schauspielerischer Einlage an der Bäckerei Rödel / Fritz-Hofmann-Strasse 28. Dort wird geparkt und in der Bäckerei ein Stück Kuchen gekauft, dort gegessen, 2 Lieder werden vorgesungen. Von dort geht es dann zum Geburtshaus Hans-Dietrich Genschers‘ nach Reideburg. Ankunft ist ca. um 14:30 Uhr. Was genau am und um das Haus stattfinden soll, bleibt noch „geheim“ – nehmen Sie an einer Tour teil und lassen sich überraschen.