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Archiv: Historie

 

Übergabe der 2+4-Verträge und Deutsch-Polnischen Grenzvertrag für die Ausstellung „Einheit in Freiheit“

Freitag, November 2nd, 2012

Am 2. November wurde dem Vorsitzenden der Erhard-Hübener-Stiftung, Herrn Wolfgang Böhm, einige Faksimile aus dem Politischen Archiv des Auswärtigen Amts durch Staatsministerin Cornelia Pieper überreichen.

Es handelt sich hier u.a. um den 2+4-Vertrag und den Deutsch-Polnischen Grenzvertrag. Diese Verträge werden Bestandteil der neuen Dauerausstellung „Einheit in Freiheit“ im Geburtshaus Hans-Dietrich Genschers der heutigen Begegnungsstätte Deutsche Einheit sein.

Die Eröffnung findet am 01. Dezember 2012 im Beisein von Herrn Hans-Dietrich Genscher statt.

Weitere Infos:

Newsplay.de
Hallespektrum.de
Wochenspiegel-Web.de

Vera Lengsfeld über Bürgerrechtler, Präsidentschaftskandidat Gauck und ein bewegtes Leben

Montag, Februar 27th, 2012

Dicht gedrängt saßen die Zuhörer am vergangenen Donnerstag in der Stadtbibliothek Halle. Sie alle wollten die streitbare  Bürgerrechtlerin Vera Lengsfeld und ihr Buch „Ich wollte frei sein: Die Mauer, die Stasi, die Revolution“ kennenlernen. Die Veranstaltung wurde von der Friedrich-Naumann-Stiftung organisiert.

Die Bürgerrechtsbewegung, die zu DDR-Zeiten noch gar nicht so hieß, aber auch nicht Opposition genannt werden durfte, fand ihren Schutz in der evangelischen Kirche. Die Regierenden hatten wohl ihre Erlaubnis, dass sich die Menschen im Schutz der Kirche relativ frei bewegen durften, unterschätzt. Nicht nur die ältere Generation – wie der Staatsapparat hoffte – fand sich unter den Dach der Kirche ein, sondern auch Vertreter der politischen Opposition. Diese entwickelte  sich am Ende der 70er Jahre. Lengsfeld berichtete wie schwierig es war, sich zu treffen  und zu artikulieren, ohne gegen die Gesetze der DDR zu verstoßen. Schließlich ist sie Mutter von drei Kindern und wollte einen Aufenthalt in den berüchtigten Stasi-Gefängnissen nicht riskieren.

Selbst in einer DDR-konformen Familie aufgewachsen, bekam sie die ersten Zweifel am System nach einem angeblichen  Rolling-Stones-Konzert auf dem Springer-Hochhaus. Das Konzert war vom Sender RIAS aus Westberlin angekündigt, aber sofort wiederrufen worden. Trotzdem strömten Jugendliche aus dem ganzen Land in  die Hauptstadt, um das vermeintliche Konzert zu erleben. Viele von ihnen wurden schon in den Zügen festgesetzt oder in Berlin selbst „eingesammelt“.

In den 80er Jahren  fand  die Bürgerrechtsbewegung immer mehr mutige Anhänger, obwohl sich jeder einem großen Risiko aussetzte. Wegen eine Spruchbandes bei der Liebknecht -Luxemburg-Ehrung  Ende der 80er Jahre, das eigentlich nur einen Artikel aus der DDR-Verfassung zitierte,  wurde Lengsfeld dann doch festgesetzt und für mehrere Monate ins Stasi-Gefängnis Hohenschönhausen gebracht. Man legte ihr nahe auszureisen. Der Zuhörer der Lesung erfuhr, wie schwierig es war wieder Kontakt zu ihren Kindern zu bekommen und welche Rolle Anwalt Gregor Gisy dabei spielte. Auch über die Schwierigkeiten und Schulverweis ihres ältesten Sohnes berichtete sie. Beim Thema Stasi-Gefängnis hielt sich Lengsfeld in ihrer Lesung zurück. Dafür berichtete sie über die Zeiten zur und nach der Wende und ihre vielfältigen Aktivitäten.

Erfreut zeigte sie sich darüber, dass Joachim Gauck als Präsidentschaftskandidat ausgewählt wurde, auch wenn sie z.B. mit seiner Einstellungspraxis von ehemaligen Stasi-Mitarbeitern in der „Gauckbehörde“ nicht einverstanden war. Sie sieht in der Aufstellung Gaucks als   Präsidentschaftskandidaten eine Anerkennung der DDR-Bürgerrechtsbewegung, denn viel zu wenig sei in er heutigen Zeit über die DDR-Oppositionsarbeit in den 80er Jahren bekannt.

Nach der Lesung beantwortete Lengsfeld noch Fragen, die zum Teil sehr persönlich waren,  und signierte ihr Buch.

Quelle: SaaleReporter.de
Autorin: Gisela Tanner
Foto: Friedrich-Naumann-Stiftung

„Ich wollte frei sein – Die Mauer, die STASI, die Revolution“

Montag, Februar 6th, 2012

am 23.02.2012 Lesung und Diskussion mit der Autorin Vera Lengsfeld

Stasi-Tochter, Dissidentin, Politikerin: Drei Leben sind es, die Vera Lengsfeld in sich vereint. Als Tochter eines Stasi-Offiziers wird sie ganz im Sinne des SED-Regimes erzogen. Doch früh schleichen sich bei ihr Zweifel am System ein.

Als junge Erwachsene zieht sie die Konsequenz und engagiert sich in der Bürgerrechtsbewegung, wofür sie mit Berufsverbot, Verhaftung und letztlich Ausweisung bestraft wird. Nach dem Fall der Mauer kehrt die Dissidentin Lengsfeld in ihre Heimat zurück und startet ihre Karriere als Politikerin und Verfechterin freiheitlicher Demokratie.

Umso schmerzlicher trifft sie die Nachricht, dass ausgerechnet ihr Ehemann sie jahrelang bespitzelt haben soll. Eine Biografie voller Brüche – und doch geradlinig. Komplett überarbeitete Neuauflage von „Von nun an ging’s bergauf. Mein Weg zur Freiheit“ .

Wir laden Sie herzlich zur Lesung und anschließenden Diskussion mit dieser außergewöhnlichen Persönlichkeit ein.

–>> Programm und Anmeldung

Veranstaltungsort: Stadtbibliothek, Salzgrafenstraße 2, 06108 Halle

Namhafte Politiker eröffnen Regionalbüro Mitteldeutschland

Mittwoch, Juni 29th, 2011

Dass politische Bildung auch volksnah sein kann, das konnten Bürger und geladene Gäste am Sonnabend bei der Eröffnung des Regionalbüros Mitteldeutschland der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit in den Räumen des Genscher-Hauses erfahren. Das sanierte Geburtshaus des Halleschen Ehrenbürgers ist historisch-politische Begegnungstätte und steht allen Bürgern offen. Am Sonnabend nahm die Stiftung für die Freiheit, die schon lange mit einem Büro in der Saalestadt vertreten ist, ihre Tätigkeit als Regionalbüro Mitteldeutschland auf.

Bekannte Politiker wie die Hallenserin Cornelia Pieper, Staatsministerin und M.d.B., Wolfgang Gerhardt, M.d.B. und Vorsitzender der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit, Wolfgang Böhm, Vorsitzender der Erhard-Hübner-Stiftung, die Oberbürgermeisterin von Halle, Dagmar Szabados und Uwe Lühr als Leiter des Regionalbüros Mitteldeutschland gaben kurze Statements ab.

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Was läuft im Geburtshaus Genschers?

Mittwoch, Juli 29th, 2009

Heute vormittag war ich gemeinsam mit unserem Freundeskreis aus der Hübener Stiftung , einer Museologin und einem Energieversorger in Reideburg am Genscher-Haus , um die Sonderausstellung zur Geschichte der Deutschen Einheit für den 11. September vorzubereiten.

Mit dabei ist auch der Popartkünstler der Neuen Leipziger Schule Fischer-Art. Lassen Sie sich überraschen1 Eröffnung vormerken:11.9.09 um 15 Uhr Halle, Schönnewitzer Str. Genscher- Geburtshaus.
Natürlich wird der ehemalige Bundesaußenminister selbst dabei sein und Guido Westerwelle!