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GESCHICHTSUNTERRICHT MAL ANDERS: „Begegnungsstätte Deutsche Einheit“- Wir waren da

Mittwoch, März 21st, 2012

Diesen offiziellen Namen trägt das „Genscherhaus“ der Erhard-Hübener-Stiftung e.V., das wir, die Klasse 10b der IGS/Halle, am 02. März mit unserem Geschichtslehrer Herr Kretschmer besuchten.

Von außen ein kleines Haus mit Grünfläche; aber drinnen ein großes Stück Geschichte mit Ereignissen, die das Leben in Deutschland veränderten. Als wir dort ankamen, ahnten wir nicht , dass dieses historische Anwesen vor ein paar Jahren noch eine Ruine war.

Drei Schüler unserer Klasse hatten sich unter anderem über Hans-Dietrich Genscher und über das Geschehen vor, während und nach dem Mauerfall sowohl in der Ausstellung als auch im Internet informiert.

Als Hannes Brix uns das Leben Genschers vorstellte, waren wir sehr erstaunt, dass dieser Mann schon so viel in seinem Leben  geschafft hat.

Er ist im März 1927 in Halle geboren, war Landesvorsitzender, Jungdemokrat und Bundesaußenminister von Deutschland. Außerdem hat er die Deutsche Wiedervereinigung und den europäischen Einigungsprozess mitgestaltet. Seit 1991 ist er Ehrenbürger der Stadt Halle.

Als ich ein paar Mitschüler fragte , ob und wodurch sie H.- D. Genscher kannten, bejahten die meisten und sagten, sie würden ihn vorallem in Verbindung mit einer Rede in Prag bringen. Während wir das Video zur Prager Rede schauten, waren viele überwältigt und haben Respekt für Genscher und sein Verhalten gezeigt.
Elisa Rosenkranz berichtete über das Geschehen zur Wendezeit in Halle. Wir schauten uns die gegenwärtigen Ausstellung an und bemerkten schnell den Unterschied zwischen dieser und anderen Museen oder Ausstellungen. Die BDE zeigt viele ausdrucksstarke Fotos, zu denen wir zum Verstehen weder eine Führung noch lange Texte benötigten. Die Fotos stammen alle von Helmut Schulze , der Genscher stets begleitete.

Loretta Föse stellte uns die Frage, welches Foto uns am besten gefalle. Mehrere Personen wählten das Bild, auf dem eine Reihe von NVA-Soldaten zu sehen ist. Zwischen den Uniformierten stehen kleine Kinder und zeigen das „Victory“- Zeichen. Auch Herr Lühr, der uns als Experte zur Seite stand, wählte dieses Bild.

Im Anschluss wertete Philip Graue noch ein Gemälde aus. Danach gaben mehrere Schüler ihre Interpretationen dazu ab, in dessen Folge sogar unser Lehrer und Herr Lühr das Gemälde in einem ganz anderen Licht sahen.

Dann kam auch endlich das persönliche Highlight vieler Schüler-das Interview mit unserer lebenden Sehenswürdigkeit, dem Zeitzeugen Uwe Lühr. Aber nicht nur Loretta und Elisa hatten sich auf Fragen vorbereitet, auch wir wollten vieles wissen.

Der ehemalige Bürgermeister von Halle berichtete über seine glücklich Kindheit, seine Laufbahn zum Politiker und die jahrlange Zusammenarbeit mit Herrn Genscher. Er schilderte seine Sicht zum Mauerfall und die damit verbundenen Emotionen.
Zwar hatte Herr Lühr noch einen wichtigen Termin, der hinderte ihn aber nicht daran, sich für das Interesse, stellvertretend bei Hannes, mit dem Buch „Hans-Dietrich Genscher“ mit Original- Signatur des Ehrenbürgers unserer Stadt zu bedanken. Doch auch wir hatten eine Grund uns für die Zeit und Mühe mit einer kleinen Aufmerksamkeit dankend zu verabschieden.

Wer jetzt Lust hat, sich die Begegnungsstätte anzuschauen, muss sich noch ein wenig gedulden. Die Eröffnung wurde nämlich verschoben, da Herr Genscher zur Zeit einen Aufenthalt im Krankenhaus hat und ihm demnächst eine Herzoperation bevorsteht. Doch das Warten wird sich lohnen.

Wir wünschen Herrn Genscher gute Besserung und empfehlen allen Geschichtsinteressierten einen Besuch in der Schönnewitzer Straße 9a in Halle-Reideburg, in dem Geburtshaus des Wegweisers und Gestalters der Deutschen Wiedervereinigung, Hans-Dietrich Genscher.

Autorin: Jasmina Schacke
Quelle: www.igs-halle.de

Swing, Rock und ein Flair von Exotic – Big Band der Bundeswehr rockt zum 85. Geburtstag Hans-Dietrich Genschers

Donnerstag, März 8th, 2012

Die Big Band der Bundeswehr, bekannt aus dem ZDF-Fernsehgarten, verweigert Marschmusik und bringt zum Konzert am

29. März ab 20.00 Uhr in der G.-F.-Händel Halle

die Gesangssolistin Bwalya mit nach Halle. Ihre Stimme ist so exotisch wie ihre Herkunft. Sie wurde in einem Missionskrankenhaus in Monze, einer kleinen Stadt im Herzen der Südprovinz von Sambia in Afrika geboren und hat aus diesen bescheidenen Umständen den Sprung auf die Weltbühne geschafft.

Aus Anlass des 85. Geburtstages vom Ehrenbürger der Stadt Halle und Außenminister a.D., Hans-Dietrich Genscher, spiel die Big Band Swing, Rock und Pop. Das Orchester gehört zu den musikalisch vielseitigsten Formationen in Deutschland. Es bietet neben traditionellem Swing und Blues á la Glenn Miller oder Benny Goodman, Oldies der Beatles und Queen, stilechten Dixieland, brasilianischen Samba sowie aktuelle Hits. Mit dem Erlös unterstützt die Erhard-Hübener-Stiftung e.V. im Rahmen der „Tour der Hoffnung 2012″ den Verein Kinderplanet Halle und den Erhalt des Geburtshauses Hans-Dietrich Genschers, der heutigen Begegnungsstätte Deutsche Einheit in Halle-Reideburg.

Tickets zum Preis von 15 € (12 € ermäßigt) gibt’s in allen MZ-Service Centern und in Halle, Galeria Kaufhof (Passage) – Hoteline 0345/2029771 und unter www.tim-ticket.de.

–>> Veranstaltungs-Details || Ticketbestellung

Big Band der Bundeswehr rockt zum 85. Geburtstag Hans-Dietrich Genschers

Dienstag, Februar 28th, 2012

„Wir verweigern Marschmusik“ mit diesem Slogan tritt die Big Band der Bundeswehr, bekannt aus dem ZDF-Fernsehgarten, am 29. März ab 20.00 Uhr in der G.-F.-Händel Halle auf. Aus Anlass des 85. Geburtstages vom Ehrenbürger der Stadt Halle und Außenminister a.D., Hans-Dietrich Genscher, spielen sie Swing, Rock und Pop. Das Orchester gehört zu den musikalisch vielseitigsten Formationen in Deutschland.

Es bietet neben traditionellem Swing und Blues á la Glenn Miller oder Benny Goodman, Oldies der Beatles und Queen, stilechten Dixieland, brasilianischen Samba sowie aktuelle Hits. Hans-Dietrich Genscher wird als Schirmherr der Veranstaltung ebenso anwesend sein.

Mit dem Erlös unterstützt die Erhard-Hübener-Stiftung e.V. im Rahmen der „Tour der Hoffnung 2012″ die Kinderklinik der Universität Halle und den Erhalt des Geburtshauses Hans-Dietrich Genschers, der heutigen Begegnungsstätte Deutsche Einheit.

Tickets zum Preis von 15 € (12 € ermäßigt) gibt’s in allen MZ-Service Centern und in Halle, Galeria Kaufhof (Passage) – Hoteline 0345/2029771 und unter www.tim-ticket.de.

–>> Veranstaltungs-Details || Ticketbestellung

Vera Lengsfeld über Bürgerrechtler, Präsidentschaftskandidat Gauck und ein bewegtes Leben

Montag, Februar 27th, 2012

Dicht gedrängt saßen die Zuhörer am vergangenen Donnerstag in der Stadtbibliothek Halle. Sie alle wollten die streitbare  Bürgerrechtlerin Vera Lengsfeld und ihr Buch „Ich wollte frei sein: Die Mauer, die Stasi, die Revolution“ kennenlernen. Die Veranstaltung wurde von der Friedrich-Naumann-Stiftung organisiert.

Die Bürgerrechtsbewegung, die zu DDR-Zeiten noch gar nicht so hieß, aber auch nicht Opposition genannt werden durfte, fand ihren Schutz in der evangelischen Kirche. Die Regierenden hatten wohl ihre Erlaubnis, dass sich die Menschen im Schutz der Kirche relativ frei bewegen durften, unterschätzt. Nicht nur die ältere Generation – wie der Staatsapparat hoffte – fand sich unter den Dach der Kirche ein, sondern auch Vertreter der politischen Opposition. Diese entwickelte  sich am Ende der 70er Jahre. Lengsfeld berichtete wie schwierig es war, sich zu treffen  und zu artikulieren, ohne gegen die Gesetze der DDR zu verstoßen. Schließlich ist sie Mutter von drei Kindern und wollte einen Aufenthalt in den berüchtigten Stasi-Gefängnissen nicht riskieren.

Selbst in einer DDR-konformen Familie aufgewachsen, bekam sie die ersten Zweifel am System nach einem angeblichen  Rolling-Stones-Konzert auf dem Springer-Hochhaus. Das Konzert war vom Sender RIAS aus Westberlin angekündigt, aber sofort wiederrufen worden. Trotzdem strömten Jugendliche aus dem ganzen Land in  die Hauptstadt, um das vermeintliche Konzert zu erleben. Viele von ihnen wurden schon in den Zügen festgesetzt oder in Berlin selbst „eingesammelt“.

In den 80er Jahren  fand  die Bürgerrechtsbewegung immer mehr mutige Anhänger, obwohl sich jeder einem großen Risiko aussetzte. Wegen eine Spruchbandes bei der Liebknecht -Luxemburg-Ehrung  Ende der 80er Jahre, das eigentlich nur einen Artikel aus der DDR-Verfassung zitierte,  wurde Lengsfeld dann doch festgesetzt und für mehrere Monate ins Stasi-Gefängnis Hohenschönhausen gebracht. Man legte ihr nahe auszureisen. Der Zuhörer der Lesung erfuhr, wie schwierig es war wieder Kontakt zu ihren Kindern zu bekommen und welche Rolle Anwalt Gregor Gisy dabei spielte. Auch über die Schwierigkeiten und Schulverweis ihres ältesten Sohnes berichtete sie. Beim Thema Stasi-Gefängnis hielt sich Lengsfeld in ihrer Lesung zurück. Dafür berichtete sie über die Zeiten zur und nach der Wende und ihre vielfältigen Aktivitäten.

Erfreut zeigte sie sich darüber, dass Joachim Gauck als Präsidentschaftskandidat ausgewählt wurde, auch wenn sie z.B. mit seiner Einstellungspraxis von ehemaligen Stasi-Mitarbeitern in der „Gauckbehörde“ nicht einverstanden war. Sie sieht in der Aufstellung Gaucks als   Präsidentschaftskandidaten eine Anerkennung der DDR-Bürgerrechtsbewegung, denn viel zu wenig sei in er heutigen Zeit über die DDR-Oppositionsarbeit in den 80er Jahren bekannt.

Nach der Lesung beantwortete Lengsfeld noch Fragen, die zum Teil sehr persönlich waren,  und signierte ihr Buch.

Quelle: SaaleReporter.de
Autorin: Gisela Tanner
Foto: Friedrich-Naumann-Stiftung

„Ich wollte frei sein – Die Mauer, die STASI, die Revolution“

Montag, Februar 6th, 2012

am 23.02.2012 Lesung und Diskussion mit der Autorin Vera Lengsfeld

Stasi-Tochter, Dissidentin, Politikerin: Drei Leben sind es, die Vera Lengsfeld in sich vereint. Als Tochter eines Stasi-Offiziers wird sie ganz im Sinne des SED-Regimes erzogen. Doch früh schleichen sich bei ihr Zweifel am System ein.

Als junge Erwachsene zieht sie die Konsequenz und engagiert sich in der Bürgerrechtsbewegung, wofür sie mit Berufsverbot, Verhaftung und letztlich Ausweisung bestraft wird. Nach dem Fall der Mauer kehrt die Dissidentin Lengsfeld in ihre Heimat zurück und startet ihre Karriere als Politikerin und Verfechterin freiheitlicher Demokratie.

Umso schmerzlicher trifft sie die Nachricht, dass ausgerechnet ihr Ehemann sie jahrelang bespitzelt haben soll. Eine Biografie voller Brüche – und doch geradlinig. Komplett überarbeitete Neuauflage von „Von nun an ging’s bergauf. Mein Weg zur Freiheit“ .

Wir laden Sie herzlich zur Lesung und anschließenden Diskussion mit dieser außergewöhnlichen Persönlichkeit ein.

–>> Programm und Anmeldung

Veranstaltungsort: Stadtbibliothek, Salzgrafenstraße 2, 06108 Halle