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Impressionen von der Einweihung des Erhard-Hübener-Platzes in Magdeburg

Written by EHST on Dezember 4th, 2006

Die neu gestaltete Anlage zwischen dem Breiten Weg, nördlich der Grünen Zitadelle von Magdeburg und der Verlängerung der Kreuzgangstraße nach Norden erhält den Namen Erhard-Hübener-Platz. Am 1.12.2006 enthüllten Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper und die FDP-Landesvorsitzende Cornelia Pieper das Namensschild. Mit der Namensgebung wird der erste Ministerpräsident Sachsen-Anhalts, Prof. Erhard Hübener, gewürdigt.

Einweihung Erhard-Hübener-PlatzAnwesend waren u.a. die Landtagsabgeordneten Dr. Lydia Hüskens (FDP), Prof. Paqué (FDP) und Altbürgermeister Dr. Polte MdL (SPD). Oberbürgermeister Dr. Trümper und Cornelia Pieper würdigten das Engagement Hübeners für das Land Sachsen-Anhalt, zugleich auch den Einsatz der Liberalen für die Landeshauptstadt, welcher jetzt an prominenter, historisch bedeutsamer Stelle besonders gewürdigt werde.

Ebenfalls anwesend waren u.a. der Vorsitzende der Erhard-Hübener-Stiftung, der früherer Regierungspräsident Böhm, und die vier liberalen Stadträte Sabine Paqué, Holger Franke, Carsten Klein und Dr. Kurt Schmidt, sowie die früheren Staatssekretäre Bärbel Freudenberg-Pilster und Ulrich Koehler. Mit der Namensgebung wird der erste Ministerpräsident Sachsen-Anhalts, Prof. Erhard Hübener, gewürdigt.

Auf Initiative der FDP-Ratsfraktion und mit Beschluss des Stadtrates am 9. November trägt der Platz nördlich des Hundertwasserhauses (verlängerte Leiterstraße) künftig den Namen Erhard-Hübener-Platz tragen. Prof. Dr. Erhard Hübener war der erste Ministerpräsident des 1947 neu errichteten Landes Sachsen-Anhalt. Er war damit der einzige Ministerpräsident in der damaligen Sowjetischen Besatzungszone (SBZ), der nicht der SED angehörte.

Hübener zählte 1945 zu den Mitbegründern der LDP(D) in Halle. Bereits im Mai 1945 wurde er zunächst von der amerikanischen Besatzungsmacht zum Landeshauptmann und im Juli von der sowjetischen Militärregierung zum Präsidenten der Provinzialverwaltung Sachsen-Anhalt ernannt. 1946 erhielt er eine Professur für Verwaltungslehre und Verwaltungswissenschaft an der Martin-Luther-Universität Halle. Im selben Jahr wurde Hübener Ministerpräsident des Landes Sachsen-Anhalt und zugleich Minister der Justiz.

In seiner Festrede zum 125. Geburtstag Erhard Hübeners forderte Außenminister a.D. Hans-Dietrich Genscher im Sommer dieses Jahres: „Der erste Ministerpräsident Sachsen-Anhalts muss zurück ins Bewusstsein der Bevölkerung.“ In Merseburg, wo sich einige Zeit der Amtssitz Erhard Hübeners befand, trägt heute ein Saal im Ständehaus seinen Namen. Hübener ist ebenfalls Namensgeber der „Erhard-Hübener-Stiftung e.V.“, welche 1993 gegründet wurde. Mit der Benennung eines Platzes im Zentrum der Landeshauptstadt gibt es seit dem 1.12. einen weiteren Ort der Erinnerung und Würdigung des ersten Ministerpräsidenten Sachsen-Anhalts.